Wechsel des Gasanbieters

wechsel gasanbieter Neben Sparsamkeit im Umgang mit Heizenergie, baulichen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz eines Gebäudes oder der Verwendung regenerativer Energien kann in einigen Fällen auch der Wechsel des Gasanbieters zu einer Reduzierung der Heizkosten führen.

Der Gasmarkt ist zwar bei weitem noch nicht so belebt, wie der Strommarkt, nach äußerst schleppender Entwicklung seit der Liberalisierung des Energiemarktes kommt in Deutschland der Gasmarkt jedoch jetzt langsam in Bewegung, so dass regional jetzt erste alternative Anbieter zu finden sind. Aus diesem Grunde sollten diejenigen, die ihr Haus mit Gas beheizen, diesen Markt jetzt auch verstärkt beobachten, um ersehen zu können, ob es nicht vielleicht günstigere Alternativen zum jetzigen Anbieter gibt.

Um über den regionalen Wettbewerb bezüglich verschiedener Anbieter für Gas auf dem Laufenden zu bleiben, bedarf es keiner großen Anstrengungen. Es reicht völlig aus, wenn man von Zeit zu Zeit einen Gastarifrechner im Internet nutzt, um einfach und bequem die Tarife regional in Frage kommender Anbieter vergleichen zu können.

Da man neben der Postleitzahl allerdings einige Verbrauchsdaten benötigt, um effektiv die Preise verschiedener Gasanbieter vergleichen zu können, sollte man sich vorab einmal mit seiner letzten Gasabrechnung beschäftigen. So benötigt man erstens seinen Jahresverbrauch an Gas in Kilowattstunden und, da einige Gasanbietern diesen Wert für die Kalkulation der monatlichen Grundgebühr benötigen, zweitens die Anschlußkapazität (Leistung) in Kilowatt. Im Normalfall kann man diese Daten einfach der Gasrechnung entnehmen. Falls allerdings der Verbrauch nicht in Kilowattstunden, sondern in Kubikmetern Gas angeben ist, muß man den Kubikmeterwert noch mit dem Brennwert des Gases multiplizieren, um die erforderliche Angabe in Kilowattstunden zu erhalten. Sollte auch der Brennwert des Gases nicht in Gasrechnung ausgewiesen sein, kann man den durchschnittlichen Wert von 10,3 für den Brennwert annehmen.

Sollte zudem der Wert für die Anschlußkapazität unbekannt sein, kann man diesen folgendermaßen abschätzen:

Lebt man in einem sehr alten Gebäude, dass nicht wärmegedämmt ist, multipliziert man die Quadratmeterzahl seiner Wohnung mit 0,12 kW/qm, um die Anschlußkapazität abzuschätzen. Ist das Gebäude zwar wärmegedämmt, wurde aber vor 1995 gebaut, multipliziert man die Quadratmeterzahl seiner Wohnung mit 0,08 kW/qm. Lebt man in einem Haus, das nach 1995 gebaut wurde und somit nach neueren Wärmeschutzverordnungen gebaut wurde, multipliziert man die Quadratmeterzahl seiner Wohnung mit 0,05 kW/qm.

Wenn man obige Verbrauchszahlen vorliegen hat, ist der eigentliche Vergleich von Gaspreisen mit einem entsprechendem Tarifrechner sehr einfach, da man nur diese Daten in ein Online-Formular eintippen muß und binnen kurzer Zeit alle verfügbaren Gasanbieter und deren Tarife gelistet bekommt. Falls man einen günstigen alternativen Anbieter findet, kann man sich zumeist auch gleich die entsprechenden Antragsformulare für einen Wechsel zu diesem Anbieter downloaden. Ein Gastarifvergleich ist genauso kostenlos wie ein Stromvergleich.

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