Sparsame Armaturen verwenden

Sparsame Armaturen Über Armaturen wird in einem Haushalt die größte Menge an Wasser verbraucht, da wir diese nicht zuletzt für die Körperpflege, wie Duschen und Baden, einsetzen müssen. Deshalb kann man in einem Haushalt auch eine große Menge an Wasser sparen, wenn man sparsame Armaturen verwendet oder hilfreiche Zusatzgeräte, wie zum Beispiel Durchflussbegrenzer, einsetzt.

Bei den Armaturen sollte man je nach Verwendungszweck auf die Durchflussklassen achten, die von Klasse “A” (geringer Wasserdurchfluß) bis zur Klasse: “D” (hoher Wasserdurchfluß) reichen. Für Anwendungen bei dem fließendes Wasser benötigt wird, wie zum Beispiel die Dusche, sollte man Armaturen mit geringem Wasserdurchfluß wählen, da so trotz gleichem Komforts beim Duschen weniger Wasser verbraucht wird. Für Anwendungen bei denen man stets eine definierte Wassermenge benötigt, wie die Badewanne, kann man durchaus Armaturen mit einem hohen Wasserdurchfluß wählen, da hier die tatsächlich verbrauchte Wassermenge stets gleich bleibt.

Weiterhin ist bei der Wahl der richtigen Armatur noch auf die Ausführung zu achten. So gibt es:

a) Zwei-Griff Armaturen

Bei diesen Armaturen werden das kalte und das warme Wasser getrennt geregelt. Der Nachteil solcher Armaturen ist neben geringem Bedienkomfort, dass man bei Anwendungen, wie dem Duschen, relativ lange regeln muß, bis man die gewünschte Wassertemperatur erreicht hat. Dies führt natürlich dazu, dass viel Wasser ungenutzt durch den Abfluß fließt. Ein Vorteil solcher Armaturen ist jedoch, dass man in Fällen, in denen man ausschließlich kaltes Wasser benötigt, normalerweise nicht aus Versehen warmes Wasser zumischt.

b) Einhebelmischer

Bei Einhebelmischern regelt man die Zufuhr von kaltem und warmen Wasser mittels eines einzigen Hebels, was zumeist als deutlich komfortabler empfunden wird. Der Vorteil solcher Einhebelmischer ist, dass man relativ wenig regeln muß, bis man zum Beispiel die ideale Wassertemperatur fürs Duschen erreicht hat und somit deutlich weniger Wasser ungenutzt abfließt, als bei Zwei-Griff Armaturen. Ein Nachteil solcher Einhebelmischer ist allerdings, dass man stets dazu neigt auch warmes Wasser beizumischen, auch wenn man nur kaltes Wasser benötigen würde.

c) Thermostatarmaturen

Bei Thermostatarmaturen entfällt die manuelle Einregelung der Wassertemperatur komplett, da man diesbezüglich einen voreingestellten Wert nutzen kann. Neben sehr hohem Komfort ist der Vorteil solcher Armaturen, dass keine Zeit für das Einregeln der Wassertemperatur aufgewendet werden muß und somit kaum Wasser ungenutzt abfließt. Der Nachteil von Thermostatarmaturen ist der relative hohe Einkaufspreis.

Um Wasser bei Vorgängen, bei denen man fließendes Wasser benötigt, zu sparen, kann man neben geeigneter Armaturen auch Hilfsmittel, wie Duschsparköpfe oder Durchflussbegrenzer nutzen. Solche Hilfsmittel bieten sich an, wenn man die Kosten oder den Aufwand scheut, alte Armaturen gegen moderne und geeignetere Armaturen zu ersetzen. Bei Durchflussbegrenzern sollte allerdings nicht unerwähnt bleiben, dass man diese besser nicht einsetzen sollte, wenn das Wasser elektrisch (also z.B. mittels Boilern oder Durchflußerhitzern) erhitzt wird, da solche Geräte bei der Verwendung von Durchflussbegrenzern Schaden nehmen können.

2 Gedanken zu „Sparsame Armaturen verwenden“

  1. Im Text wurde bereits auf Duschsparköpfe oder Durchflussbegrenzer hingewiesen. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen. Bedenken muss man – neben der Frage des Durchlauferhitzers – Folgendes:

    Duschsparköpfe:
    Ich habe verschiedene ausprobiert. Es muss aber kein “Spar”-Duschkopf sein. Die besten Ergebnisse habe ich mit Duschköpfen erzielt, die Micro-Düsen haben. In Kombination mit einem Durchflußbegrenzer kann ich so mit einer Durchflussmenge von sage und schreibe 4 (vier!) Litern pro Minute wunderbar duschen!
    Zufällig stieß ich bei Ebay auf einen intelligenten Durchflußbegrenzer, den man zwischen Armatur und Duschschlauch einsetzt. Mit ihm kann man die Durchflußmenge variieren. Gesamtkosten für Duschkopf und Durchflußbegrenzer beliefen sich auf ca 15,- bis 20,- Euros

    Armaturen:
    Hier muss man aufpassen. Nicht jeder Perlator spart wirklich Wasser. Ich habe welche eingebaut, die im Badezimmer 2 l/Min und in der Küche 3 l/Min durchlassen. Das reicht vollkommen. Funktioniert aber nur deshalb, weil es eine Art Duschstrahl ist der rauskommt.

  2. Meiner Ansicht nach sparen Einhebelmischer nicht.
    Einhebelmischer werden “digital” bedient: auf oder zu.
    Das Gefummel, bis ich den Wasserstrahl in der gewünschten Stärke habe, dauert mir zu lange.
    Ich habe auch versucht, die Wassermenge über das Eckventil zu regulieren, was dann dazu führt, dass ich bei ganz warm/ganz kalt nur wenig Wasser habe, in der Mitte jedoch zu viel.
    Im Prinzip müsste man in der Wohnung zwei Waschbecken haben, jeweils mit Wasseruhr, und am einen einen Einhebel- am anderen einen Zweihandmischer.
    Das Argument mit dem warmen Wasser – s. oben – kommt dann noch dazu.
    Wenn ich warmes Wasser haben möchte, dann drehe ich erst mal ganz nach links – weil ich es ja schnell haben möchte, dann muss ich wieder gegenregulieren, wenn es endlich am Wasserhahn ankommt.

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