Regenerative Energien nutzen, um Heizenergie zu erzeugen

Regenerative Energien Da die Kosten für das Beheizen von Gebäuden oder Brauchwasser wohl stetig weiter steigen werden, kann man als Möglichkeit dieser Kostenfalle zu entfliehen anstreben, selber Heizenergie zu erzeugen. Diese Möglichkeit besteht, seit die Entwicklung sogenannter “Regenerativer Energien” forciert wurde. So ist es heutzutage zum Beispiel nicht mehr selten, dass die Dächer von Gebäuden mit Photovoltaikanlagen zur Erzeugung von elektrischem Strom ausgestattet werden und somit als kleines Kraftwerk gewinnbringend Energie erzeugen.

Neben der Erzeugung von Strom mittels Solarmodulen, gibt es jedoch auch die Möglichkeit mittels regenerativer Energien Wärmeenergie zu erzeugen, die man zum Beheizen eines Hauses oder auch zur Bereitung von Warmwasser nutzen kann.

So gibt es für Hausbesitzer u.a. zwei interessante Möglichkeiten, Wärmeenergie über regenerative Energien selber zu erzeugen:

a) Installation von Sonnenkollektoren

Auf dem Dach eines Hauses kann man nicht nur Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung installieren, sondern auch Flach- oder Röhrenkollektoren, die das Sonnenlicht nutzen, um ein Wärmeträgermedium zu erhitzen. Das erhitzte Wärmeträgermedium, welches normalerweise einfaches Wasser ist, wird dann über Rohrleitungen in einen Speicherbehälter überführt, um dann für den Betrieb der Heizungsanlage genutzt zu werden und / oder als Brauchwasserspeicher für Dusch- oder Badewasser dient. In Abhängigkeit von der Sonnenscheindauer und Anzahl der Kollektoren, die installiert werden können, kann auf diese Weise oftmals der größte Teil der benötigten Wärmeenergie eines Gebäudes erzeugt werden.

b) Nutzung von Erdwärme

Wenn einige Voraussetzungen, wie die geologische Beschaffenheit und die Größe des Grundstückes, stimmen, kann man sich auch die im Inneren der Erde vorhandene Wärme nutzbar machen, um ein Gebäude zu beheizen. In Deutschland wird hierfür die sogenannte “Oberflächennahe Geothermie” genutzt, bei der die in oberflächennahen Schichten der Erde vorhandene noch relativ geringe Wärme über ein Wärmepumpensystem auf ein Temperaturniveau gebracht wird, welches ausreicht, ein Gebäude zu beheizen.

Wer sich im Rahmen eines Neubaues oder einer umfangreichen Modernisierung eines Altbaues auch für die Nutzung regenerativer Energieformen interessiert, sollte diesbezüglich eine Energieberatung in Anspruch nehmen, die man zum Beispiel sehr kostengünstig bei Verbraucherzentralen erhalten kann. Im Rahmen einer solchen Beratung wird man sicher auch Einiges über eine mögliche staatliche Förderung eines derartigen Vorhabens erfahren können.

Nachträgliche Wärmedämmung von Gebäuden

Wärmedämmung von Gebäuden Eine hinreichende Wärmedämmung der Außenwände und des Daches eines Gebäudes, ist bei neueren Bauten schon durch entsprechende gesetzliche Auflagen gewährleistet, wurde bei Altbauten jedoch oftmals vernachlässigt. Deshalb gibt es bei vielen älteren Häusern hinsichtlich der Energieeffizienz diesbezüglich auch ein großes Potential eben diese Energieeffizienz deutlich zu verbessern, indem nachträgliche Maßnahmen zur Wärmedammung der Außenwände und des Daches vollzogen werden. Wer sich als Besitzer eines älteren Hauses entschließt, Geld in die nachträgliche Wärmedämmung des Hauses zu investieren, kann zum Einen von einer erheblichen Kostenersparnis bez. der Heizkosten des Hauses ausgehen und zum Anderen wird sich das Haus, bedingt durch die Steigerung der Energieeffizienz, im Fall der Fälle sicherlich besser verkaufen oder vermieten lassen.

Maßnahmen zur nachträglichen Wärmedämmung von Häusern sind zum Beispiel:

a) Bei der Dämmung von Außenwänden

Es gibt mehrere Methoden, Außenwände nachträglich zu dämmen, die von der jeweiligen Beschaffenheit der Außenwände abhängig sind. So kann man bei zweischaligen Außenwänden, also Außenwänden die aus zwei durch eine Luftschicht getrennte Mauern bestehen, einfach Dämmmaterial von außen in die Luftschicht einspritzen. Eine andere Möglichkeit für die nachträgliche Dämmung der Außenwände ist, wie es bei einschaligem Außenmauerwerk in der Regel gemacht wird, die Außenwände mit Dämmplatten zu verkleiden, die lediglich mit einer dünnen Schicht Putz überzogen werden.

b) Bei der Dämmung des Daches

Ein Dach wird in der Regel gedämmt, indem Dämmstoffe, wie zum Beispiel Glaswolle, zwischen die Dachsparren verbracht werden. Der Aufwand für eine nachträgliche Wärmedämmung des Daches ist abhängig davon, ob das Dachgeschoß bereits ausgebaut ist, oder nicht. Falls man einfach von innen an die Dachsparren herankommt sind die Arbeiten ohne viel Aufwand zu erledigen, da die Dämmstoffe einfach von innen angebracht werden können. Sollte man von innen nicht mehr an die Sparren herankommen, kann das Dach von außen, nach Abnahme der Dachziegel, gedämmt werden. Diese Arbeiten sind natürlich etwas aufwendiger.

Egal, ob man das Dach eines Hauses oder die Außenwände nachträglich dämmen möchte, sollte man sich vorab fachkundlich beraten lassen und die Arbeiten nach Möglichkeit auch von einem Bauunternehmen durchführen lassen. Auch wenn die Kosten für derartige Maßnahmen nicht gerade gering sind, lohnen diese langfristig jedoch mit Sicherheit. So bringt die nachträgliche Dämmung der Außenwände schon für ein Einfamilienhaus durchschnittlicher Größe oftmals eine Heizkostenersparnis von mehr als 500 Euro pro Jahr und die nachträgliche Dämmung des Daches immerhin zumeist mehr als 250 Euro pro Jahr.

Austausch der Heizungsanlage und alter Fenster

austausch heizungsanlage In älteren Gebäuden finden sich sehr oft Heizungsanlagen, die nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen, oder veraltete Fenster, die sich hinsichtlich der Energieeffizienz eines Gebäudes sehr ungünstig auswirken. Hausbesitzer, die diesbezüglich zu finanziellen Investitionen bereit sind, können langfristig von Investitionen in eine moderne Heizungsanlage oder in neue Fenster profitieren, denn das Sparpotential bezüglich der Heizkosten ist erheblich und sorgt dafür, dass sich die Investitionen relativ schnell amortisieren.

So können o. g. Investitionen folgende Vorteile bringen:

a) Beim Austausch alter Heizungsanlagen

Wenn eine Heizungsanlage bereits sehr lange in Betrieb ist, dann arbeitet sie in den meisten Fällen nur mit geringer Effizienz. In solchen Fällen ist auch der Wirkungsgrad der Anlage gering und es muß eine deutlich größere Menge des Energieträgers (in der Regel Erdgas oder Erdöl) verfeuert werden, um die gleiche Heizleistung zu erreichen, als dies bei einer neueren effizienteren Heizungsanlage der Fall wäre. So besagen Erfahrungswerte, dass eine Heizungsanlage je nach Zustand alle 15 bis 20 Jahre erneuert werden sollte, damit ein Gebäude mit hinreichender Effizienz beheizt werden kann. Für Hausbesitzer ist es durchaus empfehlenswert, sich an diese Richtwerte zu halten, um eine ausreichende Energieeffizienz des Gebäudes gewährleisten zu können. Auch um beurteilen zu können, wann es an der Zeit ist, eine Heizungsanlage auszutauschen, ist es im übrigen sinnvoll Heizungsanlagen grundsätzlich in bestimmten Intervallen warten zu lassen (z. B. jährlich). Auf diese Weise ist nicht nur gewährleistet, dass die bestehende Anlage korrekt eingestellt ist und somit mit größtmöglicher Effizienz arbeitet, sondern man erhält auch bezüglich des Zeitpunktes für einen Austausch der Anlage fachkundliche Beratung.

Wer die Investition in eine neue Heizungsanlage aus Kostengründen scheut, sollte sich vor Augen halten, dass ein solcher Austausch bereits für ein Einfamilienhaus durchschnittlicher Größe oftmals eine jährliche Heizkostenersparnis von mehr als 500 Euro bedeutet.

b) Bei der Erneuerung alter Fenster

Neben der verbesserten Energieeffizienz eines Gebäudes kann eine Investition in neue Fenster auch noch eine optische Aufwertung des Gebäudes bedeuten und zudem zumeist auch einen verbesserten Schallschutz. Dies erhöht natürlich auch den Wert eines Gebäudes, was im Falle der Vermietung oder des Verkaufes sehr vorteilhaft sein kann.

Eine weitere Möglichkeit sind Infrarotheizungen. Was Infrarotheizungen genau sind, können Sie auf Infrarotheizung.org nachlesen.

Fenster abdichten und Heizkörpernischen dämmen

fenster abdichten Besonders bei älteren Gebäuden wurde nur wenig Wert auf Energieeffizienz gelegt, deshalb finden sich in vielen Altbauten auch noch energetisch ungünstige Heizkörpernischen.
Zudem kommt es gerade bei Altbauten auch oft vor, dass Fenster und Türen nicht richtig schließen und somit zum Einen Zugluft entsteht und zum Anderen Wärme verloren geht.

Wer in einem Altbau lebt, kann in solchen Fällen relativ einfach und mit geringem finanziellen Einsatz Abhilfe schaffen und auf diese Weise die jährlichen Heizkosten nicht unerheblich senken.

So sollte man:

a) Undichte Fenster oder Türen abdichten

Wenn Fenster oder Außentüren nicht korrekt schließen, kann man diese mittels eines Dichtbandes, was man für wenig Geld in fast jedem Baumarkt erhalten kann, abdichten.
Solche Dichtbänder werden einfach nach einer gründlichen Reinigung in die Innenpfalz der Tür bzw. des Fensters eingeklebt. Diese Arbeit ist recht einfach und sollte für kaum einen Menschen ein Problem darstellen.
Die Ersparnis bezüglich der jährlichen Heizkosten ist natürlich abhängig von der Anzahl der abzudichtenden Fenster bzw. Türen, kann aber für eine durchschnittliche 3 Zimmer Wohnung durchaus 50,00 bis 100.00 Euro betragen.
Je nach Qualität der verwendeten Dichtbänder sollte man diese allerdings alle zwei bis fünf Jahre auswechseln.

b) Heizkörpernischen dämmen

Heizkörpernischen sind deshalb energetisch so ungünstig, da an den Stellen, an denen die Nischen in die Wand eingelassen sind, die Außenwände des Gebäudes deutlich dünner sind. An diesen Stellen geht somit viel Wärme über die Außenwände verloren.
Um Abhilfe zu schaffen, sollte man die Heizkörpernischen innenseitig mit speziellen Dämmplatten verkleiden, die ebenfalls in fast jedem Baumarkt erhältlich sind.
Das Anbringen der Dämmplatten kann leider etwas aufwendiger sein, zumal oftmals der Heizkörper zunächst entfernt werden muß, um die Platten anbringen zu können.
Betrachtet man sich allerdings, dass die Verwendung solcher Dämmplatten schon für ein Einfamilienhaus durchschnittlicher Größe eine Einsparung an Heizkosten von rund 100 Euro pro Jahr bringen kann, ist dieser etwas höhere Aufwand langfristig durchaus lohnend.

Gewohnheiten ändern und Heizkosten sparen

Heizkosten sparen Obwohl in der heutigen Zeit bereits viele Menschen sehr bewußt mit Energie umgehen, findet sich immer noch viel Potential, um mittels einfacher Änderung einiger Gewohnheiten sowie etwas Hintergrundwissen, die Kosten für Heizenergie deutlich zu senken.
So kann das Beherzigen der folgenden Tipps in vielen Fällen schon jährliche Einsparungen bringen, die sich im Bereich von mehreren hundert Euro bewegen.

Die Ersparnis kann man erreichen, indem man:

a) Richtig mit Heizkörpern umgeht

Heizkörper finden sich im Normalfall in jedem Raum einer Wohnung. Oftmals werden Heizkörper jedoch daran gehindert optimal zu arbeiten.
So werden vielfach die Thermostate nicht effizient genutzt und beispielsweise zum Aufheizen eines Raumes zunächst einmal voll aufgedreht. Hierdurch erreicht man jedoch keinesfalls, dass ein Raum schnell auf die gewünschte Temperatur erwärmt wird, sondern man erreicht nur ein “Überhitzen” des Heizkörpers und verschwendet somit Energie.
Im Normalfall reicht es aus, wenn man sich nur drei Einstellungen des Thermostates nutzt, nämlich die Nullstellung, die man zum Beispiel beim Lüften eines Raumes verwenden sollte, eine Einstellung für die “ideale” Raumtemperatur und eine Einstellung für eine “abgesenkte” Raumtemperatur, die man zum Beispiel für “Nachtabsenkungen” verwenden sollte.

Zudem sollte man darauf achten, dass alle Heizkörper ihre Wärme möglichst ungehindert an den Raum abgeben können und nicht durch Möbel oder Vorhänge verdeckt sind. Verdeckt man die Heizkörper muß deutlich mehr Energie aufgewendet werden, um einen Raum auf die gewünschte Temperatur zu erwärmen.

Letztlich sollte man auch noch darauf achten, dass alle Heizkörper regelmäßig entlüftet werden, damit die Heizkörper effizient arbeiten können und keine unnötige Energie verbrauchen.

b) Die Raumtemperatur nur leicht absenkt

Dass ein Mensch es auch im Winter gerne wohlig warm hat, ist nur verständlich. Doch ist es angesichts der enormen Kosten für Heizenergie fraglich, ob es wirklich notwendig ist, Räume im Winter so stark zu erwärmen, dass man auch noch leicht bekleidet nicht frösteln muß, oder auch Räume stark zu beheizen, in denen man sich gar nicht aufhält.
Wer dazu neigt, es mit dem “Heizen” zu übertreiben, sollte sich einmal vor Augen führen, dass jedes Grad weniger an Raumtemperatur laut einer Faustformel eine Kostenersparnis von rund 6% der gesamten Heizkosten bringt. Wagt man dann noch einen Blick auf die jährlichen Heizkosten, sieht man, wieviel Geld man durch etwas gemäßigteres Heizen sparen könnte, und wird sein Verhalten wahrscheinlich überdenken.

c) Intelligent lüftet

Dass eine Wohnung mit frischer Luft versorgt werden muß, ist klar und unumgänglich. Wie man seine Wohnung in den Wintermonaten lüftet hat allerdings einen direkten Einfluß auf die Heizkosten.
So sollte man unbedingt vermeiden, Räume zu lüften, indem man die Fenster lange Zeit in Kipp-Stellung öffnet, denn hierbei kühlen Wände und Mobilar der Wohnung so stark aus, dass man anschließend sehr viel Energie aufwenden muß, um den Raum wieder auf die gewünschte Temperatur zu bringen.
Deutlich besser ist es, wenn die Wohnung mittels der “Stoßlüftung” mit Frischluft versorgt, da die Räume dann trotz vollständigen Luftaustausch nicht so stark auskühlen und somit weniger Heizenergie aufgebracht werden muß, wenn man die Räume wieder aufheizen will.
Empfehlenswert ist es in der kalten Jahreszeit, alle Fenster der Wohnung zwei bis drei Mal am Tag für fünf bis zehn Minuten komplett zu öffnen und danach sämtliche Fenster auch wieder zu schließen.

Reduzierung der Heizkosten

heizkosten reduzieren Die Kosten, die für das Beheizen unserer Wohnungen bzw. für das Erwärmen von Brauchwasser zum Baden oder Duschen aufwenden müssen, stellen derzeit den größten Anteil der Energiekosten eines Haushaltes dar.
Diese Kosten sind in den letzten Jahren stetig gestiegen und werden sehr wahrscheinlich auch zukünftig weiter steigen.

Betrachtet man sich nur die Preisentwicklung für Heizöl oder Erdgas der letzten Jahre anhand von im Internet veröffentlichten zahlen des “Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie” sieht man, dass:

  • die Preise für Heizöl von rund einem Cent pro Kilowattstunde im Jahre 1970 auf fast 6 Cent pro Kilowattstunde im Jahre 2006 gestiegen sind.
  • die Gaspreise von etwa 1,5 Cent pro Kilowattstunde im Jahre 1970 auf fast 7 Cent pro Kilowattstunde im Jahre 2006 gestiegen sind.

In dieser relativ kurzen Zeitperiode sind diese Energiepreise also rund auf das sechsfache gestiegen.

Wer nicht tatenlos zusehen möchte, wie seine Heizkostenrechnung Jahr für Jahr immer höher wird, sollte versuchen seinen Verbrauch an Heizenergie zu verringern, alternative Möglichkeiten zum Beheizen seines Hauses in Erwägung ziehen oder zumindest versuchen, diese Energie möglichst günstig einzukaufen.

Um diesbezüglich Möglichkeiten aufzuzeigen, informieren die folgenden Abschnitte über Möglichkeiten:

Gastarifrechner

Gastarife vergleichen und Gasanbieter wechseln

Die Gastarife vergleichen können Sie ganz einfach mit dem kostenlosen Gastarifrechner unseres Partners TopTarif.

Den Gasanbieter wechseln,einfach und unkompliziert.

Wechsel des Gasanbieters

wechsel gasanbieter Neben Sparsamkeit im Umgang mit Heizenergie, baulichen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz eines Gebäudes oder der Verwendung regenerativer Energien kann in einigen Fällen auch der Wechsel des Gasanbieters zu einer Reduzierung der Heizkosten führen.

Der Gasmarkt ist zwar bei weitem noch nicht so belebt, wie der Strommarkt, nach äußerst schleppender Entwicklung seit der Liberalisierung des Energiemarktes kommt in Deutschland der Gasmarkt jedoch jetzt langsam in Bewegung, so dass regional jetzt erste alternative Anbieter zu finden sind. Aus diesem Grunde sollten diejenigen, die ihr Haus mit Gas beheizen, diesen Markt jetzt auch verstärkt beobachten, um ersehen zu können, ob es nicht vielleicht günstigere Alternativen zum jetzigen Anbieter gibt.

Um über den regionalen Wettbewerb bezüglich verschiedener Anbieter für Gas auf dem Laufenden zu bleiben, bedarf es keiner großen Anstrengungen. Es reicht völlig aus, wenn man von Zeit zu Zeit einen Gastarifrechner im Internet nutzt, um einfach und bequem die Tarife regional in Frage kommender Anbieter vergleichen zu können.

Da man neben der Postleitzahl allerdings einige Verbrauchsdaten benötigt, um effektiv die Preise verschiedener Gasanbieter vergleichen zu können, sollte man sich vorab einmal mit seiner letzten Gasabrechnung beschäftigen. So benötigt man erstens seinen Jahresverbrauch an Gas in Kilowattstunden und, da einige Gasanbietern diesen Wert für die Kalkulation der monatlichen Grundgebühr benötigen, zweitens die Anschlußkapazität (Leistung) in Kilowatt. Im Normalfall kann man diese Daten einfach der Gasrechnung entnehmen. Falls allerdings der Verbrauch nicht in Kilowattstunden, sondern in Kubikmetern Gas angeben ist, muß man den Kubikmeterwert noch mit dem Brennwert des Gases multiplizieren, um die erforderliche Angabe in Kilowattstunden zu erhalten. Sollte auch der Brennwert des Gases nicht in Gasrechnung ausgewiesen sein, kann man den durchschnittlichen Wert von 10,3 für den Brennwert annehmen.

Sollte zudem der Wert für die Anschlußkapazität unbekannt sein, kann man diesen folgendermaßen abschätzen:

Lebt man in einem sehr alten Gebäude, dass nicht wärmegedämmt ist, multipliziert man die Quadratmeterzahl seiner Wohnung mit 0,12 kW/qm, um die Anschlußkapazität abzuschätzen. Ist das Gebäude zwar wärmegedämmt, wurde aber vor 1995 gebaut, multipliziert man die Quadratmeterzahl seiner Wohnung mit 0,08 kW/qm. Lebt man in einem Haus, das nach 1995 gebaut wurde und somit nach neueren Wärmeschutzverordnungen gebaut wurde, multipliziert man die Quadratmeterzahl seiner Wohnung mit 0,05 kW/qm.

Wenn man obige Verbrauchszahlen vorliegen hat, ist der eigentliche Vergleich von Gaspreisen mit einem entsprechendem Tarifrechner sehr einfach, da man nur diese Daten in ein Online-Formular eintippen muß und binnen kurzer Zeit alle verfügbaren Gasanbieter und deren Tarife gelistet bekommt. Falls man einen günstigen alternativen Anbieter findet, kann man sich zumeist auch gleich die entsprechenden Antragsformulare für einen Wechsel zu diesem Anbieter downloaden. Ein Gastarifvergleich ist genauso kostenlos wie ein Stromvergleich.