Leckagen vermeiden

leckagen vermeiden Da Wasser ein kostbares Gut ist, ist es natürlich besonders schade, wenn Wasser verbraucht wird, ohne dass wir auch nur den geringsten Nutzen davon haben. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Leckagen auftreten, wie es bei tropfenden Wasserhähnen oder durchlaufenden Toilettenspülungen der Fall ist. Die Menge an Wasser, die auf diese Weise ungenutzt verloren geht, ist auch keinesfalls unerheblich, sondern kann schon bei einem tropfenden Wasserhahn rund 100 Liter pro Monat ausmachen. Bei durchlaufenden Toilettenspülungen kann sogar noch deutlich mehr Wasser verloren gehen. Deshalb sollte man derartige Leckagen auch nicht auf die leichte Schulter nehmen und die Ursachen zügig beseitigen.

Die Ursache o.g. Leckagen sind zumeist mangelhafte Dichtungen, die man relativ einfach ersetzen kann.

Bei tropfenden Wasserhähnen kann man solche Dichtungen austauschen, indem man zunächst den Wasserzulauf sperrt, den Hahn mit einer Armaturenzange herausdreht und die Dichtung, die unten am Ventil zu finden ist, gegen eine neue Dichtung ersetzt.

Bei laufenden Spülkästen kann man Abhilfe schaffen, in dem man wiederum die Wasserzufuhr absperrt, den Deckel des Spülkastens abnimmt und zunächst das stehende Wasser mittels eines Spülvorganges abläßt. Dann demontiert man den von der Spültaste ausgehenden Bedienhebel, um das Überlaufrohr, dass sich mittig befindet, herausdrehen zu können. Am unteren Ende dieses Überlaufrohres befindet sich die Dichtung, die in der Regel für das Durchlaufen des Wassers verantwortlich ist. Diese Dichtung sollte dann durch eine neue Dichtung ersetzt werden.

Obige Arbeiten erfordern lediglich etwas handwerkliches Geschick und können somit von vielen Menschen in Eigenleistung durchgeführt werden. Wer sich dieses nicht selber zutraut, sollte die Arbeiten verrichten lassen, denn selbst wenn die Arbeitsleitungen ein paar Euro kosten, spart man diesen Betrag über die Wasserersparnis relativ schnell wieder ein.

Sparsame Armaturen verwenden

Sparsame Armaturen Über Armaturen wird in einem Haushalt die größte Menge an Wasser verbraucht, da wir diese nicht zuletzt für die Körperpflege, wie Duschen und Baden, einsetzen müssen. Deshalb kann man in einem Haushalt auch eine große Menge an Wasser sparen, wenn man sparsame Armaturen verwendet oder hilfreiche Zusatzgeräte, wie zum Beispiel Durchflussbegrenzer, einsetzt.

Bei den Armaturen sollte man je nach Verwendungszweck auf die Durchflussklassen achten, die von Klasse “A” (geringer Wasserdurchfluß) bis zur Klasse: “D” (hoher Wasserdurchfluß) reichen. Für Anwendungen bei dem fließendes Wasser benötigt wird, wie zum Beispiel die Dusche, sollte man Armaturen mit geringem Wasserdurchfluß wählen, da so trotz gleichem Komforts beim Duschen weniger Wasser verbraucht wird. Für Anwendungen bei denen man stets eine definierte Wassermenge benötigt, wie die Badewanne, kann man durchaus Armaturen mit einem hohen Wasserdurchfluß wählen, da hier die tatsächlich verbrauchte Wassermenge stets gleich bleibt.

Weiterhin ist bei der Wahl der richtigen Armatur noch auf die Ausführung zu achten. So gibt es:

a) Zwei-Griff Armaturen

Bei diesen Armaturen werden das kalte und das warme Wasser getrennt geregelt. Der Nachteil solcher Armaturen ist neben geringem Bedienkomfort, dass man bei Anwendungen, wie dem Duschen, relativ lange regeln muß, bis man die gewünschte Wassertemperatur erreicht hat. Dies führt natürlich dazu, dass viel Wasser ungenutzt durch den Abfluß fließt. Ein Vorteil solcher Armaturen ist jedoch, dass man in Fällen, in denen man ausschließlich kaltes Wasser benötigt, normalerweise nicht aus Versehen warmes Wasser zumischt.

b) Einhebelmischer

Bei Einhebelmischern regelt man die Zufuhr von kaltem und warmen Wasser mittels eines einzigen Hebels, was zumeist als deutlich komfortabler empfunden wird. Der Vorteil solcher Einhebelmischer ist, dass man relativ wenig regeln muß, bis man zum Beispiel die ideale Wassertemperatur fürs Duschen erreicht hat und somit deutlich weniger Wasser ungenutzt abfließt, als bei Zwei-Griff Armaturen. Ein Nachteil solcher Einhebelmischer ist allerdings, dass man stets dazu neigt auch warmes Wasser beizumischen, auch wenn man nur kaltes Wasser benötigen würde.

c) Thermostatarmaturen

Bei Thermostatarmaturen entfällt die manuelle Einregelung der Wassertemperatur komplett, da man diesbezüglich einen voreingestellten Wert nutzen kann. Neben sehr hohem Komfort ist der Vorteil solcher Armaturen, dass keine Zeit für das Einregeln der Wassertemperatur aufgewendet werden muß und somit kaum Wasser ungenutzt abfließt. Der Nachteil von Thermostatarmaturen ist der relative hohe Einkaufspreis.

Um Wasser bei Vorgängen, bei denen man fließendes Wasser benötigt, zu sparen, kann man neben geeigneter Armaturen auch Hilfsmittel, wie Duschsparköpfe oder Durchflussbegrenzer nutzen. Solche Hilfsmittel bieten sich an, wenn man die Kosten oder den Aufwand scheut, alte Armaturen gegen moderne und geeignetere Armaturen zu ersetzen. Bei Durchflussbegrenzern sollte allerdings nicht unerwähnt bleiben, dass man diese besser nicht einsetzen sollte, wenn das Wasser elektrisch (also z.B. mittels Boilern oder Durchflußerhitzern) erhitzt wird, da solche Geräte bei der Verwendung von Durchflussbegrenzern Schaden nehmen können.

Wasserverbrauch der Toilette senken

wasserverbrauch senken Nach der Wassermenge, die wir für Duschen, Baden und sonstige Körperpflege verbrauchen, ist das Wasser, welches täglich über die Toilettenspülung verbraucht wird, die größte Verbrauchsquelle für Wasser eines Haushaltes. Deshalb ist es auch sinnvoll, zu überprüfen, ob die Toilettenspülung nicht auch auf einen geringeren Wasserverbrauch eingestellt werden könnte, was besonders bei älteren Toiletten oft der Fall ist. So verbrauchen ältere Toiletten oftmals ganze 14 Liter Wasser pro Spülung, obgleich 7 bis 10 Liter völlig ausreichend wären. Wird die Toilette nur für das “kleine Geschäft” genutzt, reichen sogar nur 2 bis 3 Liter Wasser, weshalb man in solchen Fällen auch stets (falls vorhanden) die Spartaste nutzen sollte.

Wer überprüfen möchte, ob seine Toilette zu viel Wasser pro Spülgang verbraucht, kann dieses wie folgt machen:

Zunächst sollte man die Wasserzufuhr absperren, was in der Regel über ein Eckventil gemacht werden kann. Dann öffnet man den Deckel des Spülkastens, der sich einfach abnehmen läßt, und merkt oder markiert sich den Wasserstand. Nun läßt man das Wasser mittels Spülen ablaufen, füllt anschließend mit einem Meßbecher den Spülkasten von Hand wieder bis hin zur Markierung auf und kennt somit den Wasserverbrauch der Toilette.

Sollte dieser Verbrauch zu hoch sein, kann man selber Hand an den Spülkasten legen und die Füllhöhe regulieren. Dieses macht man indem man wiederum die Wasserzufuhr stoppt, den Deckel des Spülkastens abnimmt und das Wasser ablaufen läßt. Dann verschiebt man den Schwimmer in Richtung des Abflußrohres und läßt wieder Wasser zulaufen. Jetzt sollte nicht mehr die ursprüngliche Füllhöhe des Spülkastens erreicht werden. Den Vorgang muß man unter Umständen so lange wiederholen, bis die gewünschte Füllhöhe des Spülkastens erreicht ist.

Sollte man in seinem Spülkasten nicht die Möglichkeit haben über ein Verschieben des Schwimmers, die Füllhöhe zu reduzieren, kann man alternativ auch feste Gegenstände, wie Ziegelsteine, unten in den Spülkasten legen, damit dieser trotz gleicher Füllhöhe weniger Wasser aufnehmen kann.

Kosten für Wasser sparen

wasser sparen Neben den Kosten für elektrischen Strom und den Heizkosten, haben Haushalte in Deutschland noch die Kosten für Wasser und Abwasser zu tragen.
Anders als bei den Strom- und Heizkosten, kann man bei den Wasserkosten zwar keine stetige Preissteigerung beobachten, dennoch ist die finanzielle Belastung, die uns bedingt durch die Kosten für Wasser jährlich entstehen, nicht zu vernachlässigen.

So kostet im Bundesdurchschnitt ein Kubikmeter Wasser rund 2,00 Euro, wobei es erhebliche regionale Unterschiede gibt. So sind die Wasserpreise im Bundesland Schleswig-Holstein verhältnismäßig günstig, während man im Bundesland Sachsen deutlich tiefer in die Tasche greifen muß.
Da in Deutschland nicht nur die Kosten für Trinkwasser zu tragen sind, sondern für jeden erworbenen Kubikmeter Wasser auch noch für die gleiche Menge die entsprechenden Abwasserkosten zu tragen sind, verdoppeln sich die realen Kosten für Wasser nochmals.

Aus diesem Grunde ist es auch sehr sinnvoll, sparsam mit Wasser umzugehen, da man schließlich für jeden eingesparten Liter Wasser nicht nur die Wasserkosten selbst einsparen kann, sondern zusätzlich auch die Kosten für das entsprechende Abwasser.

Um einen kleinen Überblick zu vermitteln, wo man ansetzen kann, um ohne Einbußen an Komfort Wasser sparen zu können, finden Sie in den folgenden Abschnitten einige nützliche Tipps.
So finden Sie Informationen:

Die Informationen der folgenden Abschnitte wurden sorgfältig mittels einer Recherche im Internet und entsprechender Fachliteratur zusammengetragen und basieren auf einem Stand vom November 2008.